Über mich - Jasmin Jung Gemmologin (Edelstein- und Diamant-Gutachterin DGemG Idar-Oberstein)
Über mich – meine Leidenschaft für Edelsteine
Ich habe mein berufliches Leben den Edelsteinen und den Investment Edelsteinen gewidmet.
Und obwohl ich mich seit mehr als drei Jahrzehnten mit ihnen beschäftige, gibt es bis heute kaum einen Tag, an dem mich ein Edelstein nicht aufs Neue überrascht.
Mein Name ist Jasmin Jung. Ich bin Gemmologin (Diamant- und Edelsteingutachterin).
Meine besondere Leidenschaft gilt den Farbedelsteinen – ihrer Farbe, ihrer Seltenheit, ihrer Entstehung und vor allem ihrer ganz eigenen Persönlichkeit.
Mein Weg in die Welt der Edelsteine
Meine Geschichte begann 1990 in Idar-Oberstein. Dort absolvierte ich meine Ausbildung zur Diamant- und Edelsteingutachterin bei der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft. Für mich war das weit mehr als eine Ausbildung. Es war der Einstieg in eine Welt, die mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Ich lernte, Edelsteine mit anderen Augen zu betrachten. Farbe, Reinheit, Transparenz, Schliff und natürliche Merkmale wurden für mich zu wichtigen Kriterien. Gleichzeitig lernte ich, dass ein Edelstein nicht allein anhand von Messwerten und Tabellen beurteilt werden kann. Denn irgendwann entwickelt man einen Blick für das Besondere. Man erkennt Unterschiede, die einem ungeübten Auge verborgen bleiben. Man sieht, wie sich ein Stein im Licht verändert. Man erkennt, ob Farbe und Schliff miteinander harmonieren. Und man bekommt ein Gefühl dafür, wann ein Stein wirklich außergewöhnlich ist.
Tausende Schmuckstücke haben meinen Blick geprägt
Nach meiner Ausbildung führte mich mein Weg unter anderem in die Welt der Münchner Auktionshäuser. In der Katalogbearbeitung verschiedener Schmuckabteilungen hatte ich die Möglichkeit, jedes Jahr eine enorme Anzahl unterschiedlichster Schmuckstücke kennenzulernen – insgesamt rund 10.000 Stück pro Jahr. Vom historischen Schmuck bis zu modernen Kreationen, von eher schlichten Stücken bis zu außergewöhnlichen Einzelstücken. Diese Jahre haben mich geprägt. Denn wenn man über einen langen Zeitraum so viele Schmuckstücke sieht, entwickelt man einen sehr eigenen Blick für Qualität. Man lernt, genauer hinzusehen. Man erkennt Unterschiede in der Verarbeitung, beurteilt Edelsteine immer sicherer und bekommt ein Gefühl dafür, was ein Schmuckstück wirklich besonders macht. Vor allem aber habe ich gelernt, dass teuer nicht automatisch außergewöhnlich bedeutet. Und umgekehrt kann ein Schmuckstück manchmal gerade durch seine zurückhaltende Gestaltung überzeugen.
Meine besondere Leidenschaft: Farbedelsteine Im Laufe der Jahre haben mich Farbedelsteine immer stärker in ihren Bann gezogen. Vielleicht liegt es daran, dass sie so unglaublich vielfältig sind. Ein Rubin kann in einem intensiven Rot leuchten. Ein Saphir kann tiefblau, pink, gelb oder in einer anderen faszinierenden Farbe erscheinen. Ein Smaragd besitzt sein charakteristisches Grün. Turmaline überraschen mit einer unglaublichen Farbpalette. Ein Granat kann je nach Licht seine Farbe verändern. Und dann gibt es diese seltenen Steine, bei denen man einfach stehen bleibt. Steine, die eine Farbe, eine Transparenz oder eine Lichtwirkung besitzen, die man nicht so schnell vergisst. Genau solche Momente sind es, die meine Begeisterung für Edelsteine immer wieder neu entfachen.
Ich suche nicht nach Perfektion.
Eine Sache habe ich im Laufe meiner Arbeit gelernt: Ein Edelstein muss für mich nicht perfekt sein. Gerade natürliche Farbedelsteine dürfen Charakter haben. Natürliche Einschlüsse können Teil ihrer Geschichte sein. Bei manchen Edelsteinarten gehören sie sogar ganz selbstverständlich zu ihrem Erscheinungsbild. Entscheidend ist für mich immer das Gesamtbild. Wie wirkt die Farbe? Wie lebendig ist der Stein? Wie verhält er sich im Licht? Wie ist die Transparenz? Wie wurde er geschliffen? Welche natürlichen Merkmale besitzt er? Ist er behandelt worden? Und wie selten ist diese Kombination seiner Eigenschaften? Erst wenn ich all diese Dinge zusammen betrachte, kann ich beurteilen, was einen Stein wirklich besonders macht.
Der Moment, in dem ich einen besonderen Edelstein entdecke
Ich liebe den Moment, in dem ich einen neuen Edelstein zum ersten Mal richtig betrachte. Ich nehme ihn in die Hand, drehe ihn, halte ihn ins Licht und schaue, wie er reagiert. Manchmal ist es die Farbe, die mich sofort fasziniert. Manchmal der Schliff. Manchmal die ungewöhnliche Transparenz. Und manchmal ist es etwas, das sich nur schwer beschreiben lässt. Ein bestimmtes Leuchten. Eine besondere Tiefe. Eine Ausstrahlung. Dann weiß ich oft schon nach kurzer Zeit: Dieser Stein hat etwas. Genau solche Entdeckungen sind für mich bis heute das Schönste an meiner Arbeit.
Erfahrung kann man nicht ersetzen
In meinem Beruf ist Fachwissen selbstverständlich wichtig. Aber Erfahrung ist etwas, das über viele Jahre entsteht. Man kann lernen, wie ein Rubin klassifiziert wird. Man kann die Eigenschaften eines Saphirs studieren. Man kann sich mit Herkunft, Behandlung und Wertbestimmung beschäftigen. Aber irgendwann beginnt man, die feinen Unterschiede intuitiv wahrzunehmen. Dieses geschulte Auge ist für mich eines der wertvollsten Dinge, die ich in all den Jahren entwickeln konnte.
Es hilft mir nicht nur bei der Beurteilung eines Edelsteins, sondern auch bei der Frage: Hat dieser Edelstein das Potenzial, zu etwas wirklich Besonderem zu werden?
Was mich bis heute fasziniert
Wenn man mich fragt, warum mich Edelsteine nach so vielen Jahren immer noch begeistern, ist die Antwort eigentlich ganz einfach: Weil ich immer wieder etwas Neues entdecke. Die Welt der Edelsteine ist unglaublich vielfältig. Neue Fundstellen, neue Farbvarianten, außergewöhnliche Schliffe und seltene Steine sorgen dafür, dass es niemals langweilig wird. Und selbst bei Edelsteinen, die ich seit vielen Jahren kenne, entdecke ich immer wieder neue Facetten. Vielleicht ist das auch das Geheimnis dieser Leidenschaft: Je mehr man weiß, desto mehr erkennt man, was man noch nicht weiß.
Edelsteine verbinden Wissenschaft und Emotion
Was ich an meinem Beruf besonders liebe, ist die Verbindung zwischen Wissen und Emotion. Ich kann einen Edelstein fachlich untersuchen und seine Eigenschaften beurteilen. Ich kann seine Qualität einschätzen und seine Besonderheiten erkennen. Und trotzdem kann ich ihn anschließend einfach betrachten und mich an seiner Schönheit erfreuen. Für mich gehört beides zusammen. Die Gemmologin in mir möchte verstehen, warum ein Edelstein so ist, wie er ist. Die Schmuckliebhaberin in mir möchte ihn einfach genießen.
Was mir wichtig ist
Wenn ich heute auf meinen beruflichen Weg zurückblicke, bin ich dankbar, dass ich meine Leidenschaft zu meinem Beruf machen konnte. Ich möchte Edelsteine nicht nur bewerten. Ich möchte sie verstehen. Ich möchte ihre Besonderheiten erkennen. Und ich möchte diese Begeisterung mit anderen Menschen teilen. Denn ich glaube, dass ein Edelstein noch faszinierender wird, wenn man seine Geschichte kennt. Wenn man versteht, warum seine Farbe so außergewöhnlich ist. Warum seine Seltenheit etwas Besonderes bedeutet. Warum sein Schliff entscheidend ist. Und warum zwei äußerlich ähnliche Steine dennoch einen völlig unterschiedlichen Charakter haben können.
Meine Leidenschaft ist geblieben
Mehr als drei Jahrzehnte nach meiner Ausbildung in Idar-Oberstein fasziniert mich die Welt der Edelsteine noch immer. Vielleicht sogar mehr als früher. Denn heute sehe ich nicht nur den schönen Edelstein. Ich sehe seine Eigenschaften, seine Besonderheiten und seine Geschichte. Und gleichzeitig kann ich mich noch immer über einen außergewöhnlichen Rubin, einen faszinierenden Saphir, einen leuchtenden Turmalin oder einen besonderen Smaragd freuen wie beim ersten Mal.
Das ist für mich das Schönste an diesem Beruf: Man kann einen Edelstein sehr genau kennen – und sich trotzdem immer wieder neu in ihn verlieben.
Ihre Jasmin Jung Gemmologin (Diamant- und Edelsteingutachterin DGemG Idar-Oberstein)